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«Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann.» Francis Picabia

Die Achterbahn der Gefühle. Bewusstsein und Emotion

Gefühle und Empfindungen dienen zur Vermittlung zwischen den bewussten rationalen und unbewussten irrationalen Prozessen. Dabei werden die Gefühle durch unspezifische äußere Reize mithilfe der Amygdala ausgelöst. Diese werden auch als primäre Gefühle bezeichnet. Als sekundäre Gefühle, werden Gefühle bezeichnet, welche durch die Repräsentation von Vorstellungsbilder in den sensorischen Feldern, welche unserem Gehirn dabei helfen, sensorische Reize zu verarbeiten, erzeugt werden. Diese Vorstellungsbildern sind mit bereits erfahrenen emotionalen Erfahrungen verknüpft. Als Reaktion auf diese Vorstellungsbilder, kommt es zu unbewussten Körperreaktionen, welche wiederum dem emotionalen Zustand entsprechen. Daraus ist zu schließen, dass das Empfinden von Emotionen mit veränderten physischen Zuständen zusammenhängt. Diese Erkenntnis brachte William James auf folgende Formel: „Wir sind traurig, weil wir weinen, wütend, weil wir zuschlagen, wir haben Angst, weil wir zittern.“

Die allgemeine Definition dieses Bewusstseinszustandes in der Psychologie lautet folgend: Gefühle sind das Produkt der Verarbeitung von Reizen, die ihren Ursprung in unseren Sinnesorganen nehmen. Sie vermitteln damit ein Bild von der uns umgebenden Welt, aber auch von Vorgängen in unserem Körper. Gefühle sind nicht nur Ausdruck äußerer Tatsachen, sondern auch unserer eigenen Beurteilung.
Die Funktion dieses Bewusstseinszustandes ist es, den jeweiligen Gefühlsinhalten einen Wert zu geben. Diese Gefühle werden unbewusst als annehmbar, abweisbar oder gleichgültig angenommen. Im darauffolgenden bewussten Prozess kommt es zur Auseinandersetzung mit diesen Gefühlen. Die Verarbeiteten Gefühle beeinflussen die Handlungsweisen einer Person.

Die Verarbeitung von Gefühlen spielt besonders bei traumatischen Erlebnissen eine große Rolle. Dieser Prozess wird auch als Achterbahn der Gefühle bezeichnet. Auslöser dafür sind Liebeskummer, ein Todesfall oder Arbeitslosigkeit. Auf die Vorahnung, dass ein Ereignis eintreten könnte, folgt der Schock. Der Betroffene ist dabei das Geschehene zu realisieren. Sind die ersten Versuche danach seine Ziele zu erreichen erfolglos, kommen Selbstzweifel, Leugnung und daraufhin Wut auf. Anstatt die Strategien zu ändern, wird die Situation schöngeredet  oder es werden Schuldige für die bestehende Situation gesucht.Doch die Beschuldigungen hindern denjenigen nicht, in eine Depression zu verfallen. Wird diese Depression erfolgreich überwunden, entsteht Hoffnung, positive Erwartungen und euphorische Gefühle. Diese Gefühle unterstützen die Überwindung der Krise.

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Grundformen der Gefühle als dreidimensionale Mannigfaltigkeit nach Wundt (psychologie.biphas.uni-leipzig.de/wundt/paradigm/express.htm)

Schon im späten 19 Jahrhundert gab es experimentalpsychologische Ansätze, um Gefühle zu messen. Wilhelm Wundt unterschied dabei mehrere Dimensionen von Gefühlen, die sich wie folgt gliedern lassen: Lust-Unlust, Spannung-Lösung und Erregung-Beruhigung. Der erste Aspekt wird als subjektiver, der zweite als energetischer und der dritte als motorischer Aspekt betrachtet. Dem dritten Aspekt wird der Begriff Emotion zugeschrieben. Disen Zustand kann man sehr leicht mit dem zweiten verwechseln. Der Messung von Gefühlen erfolgt aber in der 2.Dimension, der sogenannten energische-neurophysiologischen. Dabei werden Verfahren wie Fragebögen und Skalen angewendet.

Weiterführende Links:
Weitere Methoden der Gefühlsanalyse: http://psychologie.biphaps.uni-leipzig.de/wundt/paradigm/express.htm
http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/GEHIRN/GehirnEmotion.shtml
http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2006/3693/pdf/Vaitl_GU_39_06.pdf?rel=nofollow
Videolink: https://www.youtube.com/watch?v=Qkng_DzhDQc

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 2016/11/28 von in Bewusstseinszustände, Unterricht.
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