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«Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann.» Francis Picabia

Bewusstseinstechnik Meditation

Welche positiven Auswirkungen hat Meditation auf den Menschen und welche Veränderungen sind messbar?

Schon seit Jahrhunderten bedienen sich Menschen aus den unterschiedlichsten Ländern der Praktik des Meditierens. Leider wird sie fälschlicher Weise oft für rein religiös und esoterisch gehalten, was jedoch ein Irrglaube ist. Besonders in Zeiten von andauerndem Stress, dient die Meditation als Methode zur Entspannung im Alltag und zur Vorbeugung von stressbedingten Krankheiten. Es gibt hierbei nahezu keine Möglichkeit der Übertreibung, wobei 1-2-mal täglich 20 Minuten als empfehlenswert gelten.

Forscher fanden heraus, dass Meditation positive Auswirkungen auf die verschiedensten Bereiche unseres Körpers und unserer Psyche hat:

  • Stressbewältigung

Meditieren verändert die Sichtweise auf Probleme und die Fähigkeit damit um zu gehen. Besonders mit stressigen Situationen wird rationaler umgegangen und die damit zusammenhängenden Gefühle von Wut und Angst treten nicht mehr so häufig auf. Insgesamt wird ruhiger und bedachter an alles heran gegangen und überlegter gehandelt. Außerdem wird die Produktion des Stresshormons Cortisol verringert.

  • Zugriff auf Gelerntes

In Situationen, bei denen unter Zeitdruck auf Gelerntes zurückgegriffen werden muss, fällt einem das Wissen leichter ein und die Nervosität und Konzentration sind höher als bei Menschen die nicht meditieren.

  • Glücksempfinden und positive Gedanken
  • gestärktes Immunsystem

Durch die Entspannung des Körpers sinkt der Blutdruck und chronische Schmerzen wie beispielsweise Migräne treten seltener und schwächer auf.

  • erholsamer Schlaf

Studien ergaben, dass über die Hälfe aller Teilnehmer mit Schlafstörungen, von diesen geheilt wurden und beim Rest eine deutliche Verbesserung der Symptome eintrat.

  • Besserung bei Angststörungen und Depressionen

Meditieren kann von jedem erlernt werden und es besteht nicht die Notwendigkeit von Hilfsmitteln. Durch regelmäßiges üben und praktizieren, lässt sich die Aufmerksamkeit, die Konzentration und die Fähigkeit des bewussten Lebens verbessern. Forschungen haben gezeigt, dass sich das Gehirn auf Grund von Neuroplastizität (= die Eigenschaft von Synapsen, Nervenzellen und ganzen Hirnarealen, sich, je nachdem wie häufig sie verwendet werden, zu verändern) in den Regionen, die bei der Meditation besonders aktiv sind, verändert.

In der Psychologie werden Vorgänge während der Meditation durch EEG (=Elektroenzephalografie) und fMRT (=Funktionelle Magnetresonanztomographie) aufgezeichnet und mit den Messergebnissen aus anderen Bewusstseinszuständen verglichen. Daraus werden dann Schlüsse gezogen auf die Verwendung und Aktivität verschiedener Hirnareale und die Unterschiede bei verschiedenen Personengruppen. Auch werden Befragungen von Praktizierenden vorgenommen, um Empfindungen verschiedener Personen während der Meditation zu erfassen. Diese Ergebnisse sind jedoch sehr breitgefächert, da verschiedenste Gefühle und Empfindungen auftreten können, und jeder Mensch diesen Bewusstseinszustand anderes erleben kann.

In der heutigen Zeit erlangt der Begriff „Achtsamkeit“ immer mehr an Bedeutung. Dabei handelt es sich um das bewusste Wahrnehmen von Situationen oder Umwelteinflüssen. Diese Praktik hilft sich auf das Hier und Jetzt zu konzentrieren, und mit den Gedanken bei der Sache zu sein. Es geht darum, zum Beispiel beim Essen, in Gedanken nicht abzuschweifen und schon daran zu denken, was man alles noch zu erledigen hat, sondern sich darauf zu konzentrieren, wie das Essen schmeckt, wie es riecht oder auch wie es sich im Mund anfühlt. Achtsamkeit kann man in so gut wie immer und überall praktizieren und ist nicht zeitlich beschränkt.

Daniela Susanne Weinhappl (7A)

Weiterführende Links:

Dokumentation: Planet Wissen – Wie Meditation das Gehirn umbaut

Wiki Yoga – Vidya: Wissenschaftliche Studien Meditation

Wissenschaftlicher Artikel: Mindfulness practice leads to increases in regional brain gray matter density

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 2016/11/21 von in Alle Artikel, Bewusstseinszustände, Die Kunst des guten Lebens, Unterricht und getaggt mit , , .
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