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«Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann.» Francis Picabia

Bewusstlosigkeit – Koma und Wachkoma

Was ist der Unterschied zwischen Bewusstlosigkeit, Koma und Wachkoma? Wie gefährlich sind die unterschiedlichen Formen für uns?

 

http://www.cbsnews.com/news/man-awakes-after-19-years-in-coma/

In der Psychologie wird die Bewusstlosigkeit als Zustand bezeichnet, in dem die bewusste Wahrnehmung komplett ausgeschaltet ist. Man kann nicht kommunizieren, sowie man auf äußere Reize nur beschränkt reagieren kann. Jedoch sind die Vitalfunktionen, wie zum Beispiel Atmung und Verdauung aktiv.

Diese Störung des Bewusstseins kann kurz- oder langfristig sein. Die Dauer hängt immer von der Ursache ab. Es gibt zwei Charakterzüge einer Bewusstseinsstörung, die quantitative und die qualitative Störung. Es gibt verschiedene Stadien von Bewusstlosigkeit. Das erste Stadium ist die Benommenheit (Siehe Grafik 1). Hier nimmt man noch sehr viele Reize wahr, aber man kann sich schwerer orientieren, sowie auch langsamer denken und handeln. Es handelt sich hier um die qualitative Störung.

Bei dieser Art gibt es aber auch einen Dämmerzustand, bei dem der Patient sehr schläfrig ist, aber auf äußere Reize reagiert (Simnolenz).

Ein tieferes Stadium ist der Sopor. Dies ist ein schlafähnlicher Zustand, in dem der Patient fast nicht mehr auf äußere Reize reagiert. Er reagiert nur noch auf sehr starke Reize, wie zum Beispiel den Schmerzreiz. Hier zeigt dieser eine Reaktion und erwacht schließlich.

Die schwerste Form einer Bewusstseinsstörung ist das Koma. Hier reagiert der Betroffene auch nicht mehr auf Schmerzreize. Er ist vollkommen bewusstlos, der Körper ist schlaff und die Muskulatur ist nicht gespannt. Die Zunge kann zu diesem Zeitpunkt, durch Herabsinken, im Rachen die Atemwege blockieren. Überlebenswichtigen Reflexe sind nicht mehr abrufbar. Wenn zum Beispiel der Schluckreflex ausfällt, könnte es dazu kommen, dass der Patient an seinem eigenen Erbrochenem erstickt. Deshalb ist dieses Stadium das Gefährlichste.

Eine andere Form des Komas ist das ,,künstliche Wachkoma‘‘. Dieses wird von Ärzten durch medikamentöse Beeinflussung des Bewusstseins verursacht. Es wird vor allem für Operationen oder Untersuchungen der Organe benutzt.

Die außergewöhnlichste Form der Bewusstlosigkeit ist das appallische Syndrom. Das Syndrom ist eine schwere Hirnschädigung, bei der Funktionen des Großhirns stark gemindert werden und auch teilweise ausgefallen oder ganz verschwunden sind. Das ist der Grund, warum es von den meisten Medizinern auch ,,ohne Hirnrinde‘‘ genannt wird. Die Lebensfunktionen werden aber vom Hirnstamm aufrechterhalten. Der Patient erlangt aber kein Bewusstsein, aufgrund mangelnder Funktionen. Die Person ist zwar wach, kann aber weder aktiv, noch passiv auf Reize jeglicher Art reagieren. Solange das Großhirn des Patienten nicht all zu sehr geschädigt ist, hat er eine gute Prognose wieder aus dem Wachkoma aufzuwachen. Der Zeitraum kann aber stark variieren, wie auch beim normalen Koma. Es kann unter anderem von wenigen Tagen bis zu etlichen Jahren dauern. Wenn der Patient Anzeichen einer Rückbildung des Komas zeigt, dann kann man Rehabilitationsmaßnahmen durchführen. Diese unterstützen das Aufwachen.

Isabella Haindl, 7A

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Hahn, J. M.: Was ist Bewusstlosigkeit?
https://www.tk.de/tk/krankheiten-a-z/krankheiten-b/bewusstlosigkeit/26950 [Stand: 14.07.2005]

Blanck, Nathalie: Bewusstlosigkeit – Das Bewusstsein schaltet ab
http://www.gesundheit.de/krankheiten/gehirn-und-nerven/bewusstlosigkeit/bewusstlosigkeit-das-bewusstsein-schaltet-ab [Stand: 29.12.2015]

Wikipedia: Koma
https://de.wikipedia.org/wiki/Koma#.E2.80.9EK.C3.BCnstliches_Koma.E2.80.9C.2C_.E2.80.9Ek.C3.BCnstlicher_Tiefschlaf.E2.80.9C [Stand: 31.08.2016]

Video: Arte-Doku „Im Koma und doch bei Bewusstsein“

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 2016/11/21 von in Bewusstseinszustände.
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