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«Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann.» Francis Picabia

Anna Freud und die Abwehrmechanismen

Anna Freud war Sigmund Freuds Tochter, für den sie Sekretärin, Assistentin und treusorgende Pflegerin war. Ursprünglich war sie Lehrerin von Beruf, doch ihr Interesse galt immer der Psychoanalyse. Bei ihrem Vater absolvierte sie ihre Lehranalyse und wurde somit selbst zur Psychoanalytikerin und war besonders auf die Kinderanalyse
spezialisiert. Sie lebte vom 3.12.1895 bis 9.10.1982. sigansex.jpg w=450&h=318

1936 erschien ihr Buch ,,Das Ich und die Abwehrmechanismen“, indem die Grundlagen des Gebiets Ich-Psychologie verfasst  wurden. Aber was ist ein Abwehrmechanismus überhaupt? Es ist ein Begriff der Psychoanalyse und mit ihm werden psychische Vorgänge beschrieben, die zur möglichst konfliktfreien Bewältigung mentaler Schwächen  dient und meist unbewusst erfolgen. Folgende Abwehrmechanismen sind sehr von Bedeutung:

  1. Verdrängung
  2. Regression
  3. Projektion
  4. Sublimierung

Die Verdrängung hat die Aufgabe sich vor dem Ursprung des schlechten Einflusses zu schützen und ihm entgegenzuwirken. Sie löscht keine Erinnerungen an ein schlechtes Ereignis oder Erlebnis, sondern erschwert das bewusste Erinnern an dieses Ereignis. Auf diese Weise wird also der schlechte Einfluss ins Unterbewusstsein gesperrt und wird unterbewusst verarbeitet, wie zum Beispiel in Träumen.

Die Regression bedeutet, dass ein Rückzug auf eine frühere Entwicklungsstufe stattfindet, in der Verhalten wie Trotzverhalten oder Fresslust keine Seltenheit waren. Probleme mit regressivem Verhalten werden auch durch andere Mechanismen abgewehrt.

Als Projektion wird bezeichnet, dass eigene psychische Inhalte und Selbstanteile, wie Stimmungen, Bewertungen und Absichten, anderen Personen zugeschrieben werden.

Nicht erfüllte Triebwünsche werden ersetzt durch höher bewertete Handlungen, wie Beschäftigung mit Musik, Kunst und Wissenschaft, und damit befriedigt. Beispielsweise werden aggressive Triebe oft durch Sport sublimiert, sexuelle Wünsche durch Beschäftigung mit Kunst und Kultur oder kindliche Neugierde durch Forschertätigkeiten. Diesen Abwehrmechanismus bezeichnet man als Sublimierung oder Sublimation.

Weitere Abwehrmechanismen sind:

Reaktionsbildung
Isolierung
Verleugnung
Introjektion
Wendung gegen die eigene Person
Verkehrung ins Gegenteil

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 2013/03/10 von in Psychoanalyse.
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