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«Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann.» Francis Picabia

Freud vs. Jung: Individuelles Unbewusstes oder kollektives Unbewusstes

jung_carlDer Schweizer Psychologe und Mediziner Carl Gustav Jung, geboren 1875 in Kesswil/Thurgau, Begründer der Analytischen Psychologie, gehört gemeinsam mit Sigmund Freud zu den bedeutendsten Psychoanalytikern des 20. Jahrhunderts.

Das kollektive Unbewusste ist ein von Carl Gustav Jung geprägter Begriff aus dem Konzept seiner Analytischen Psychologie. Jung übernahm aus der Psychoanalyse die Begriffe Bewusstsein und Unbewusstes und differenzierte  in ein persönliches Unbewusstes und in das kollektive Unbewusste.

Das Unbewusste  bedeutet, dass seelische Probleme, die verdrängt oder eben nicht bewusst wahrgenommen werden, in einem anderen Bereich des Geistes (der Seele, der Persönlichkeit), abgespeichert werden und so Störungen verursachen können, ohne dass das Individuum selbst vorerst eine plausible Erklärung dafür finden kann. Die analytische Psychologie weist viele Ähnlichkeiten zur Freud’schen Psychoanalyse auf. Beide beschrieben Möglichkeit der Aufdeckung des Unbewussten durch eine tiefenpsychologische Therapie.

Im kollektiven Unbewussten manifestieren sich die von Jung 1919 beschriebenen Archetypen. Archetypen sind nach der analytischen Psychologie psychische Strukturdominanten, die als unbewusste Wirkfaktoren das Bewusstsein beeinflussen. Viele von denen sollen auf Ur-Erfahrungen der Menschheit beruhen. Ein Archetyp als solcher ist unanschaulich, in symbolischen Bildern aber erfahrbar wie zum Beispiel in Träumen, Visionen oder Märchen.

Von „Psychoanalyse“ sprach Sigmund Freud erstmals im Jahr 1896. In der ersten Topik unterschied er das „Bewusste“ vom größeren und einflussreicheren „Unbewussten“ und legte dar, wie das Unbewusste das Bewusstsein beeinflusst.

images1906 tritt Freud in einen Briefwechsel mit seinem Fachkollegen Carl Gustav Jung ein. Bei einem Treffen 1907 reden beide 13 Stunden lang ohne Unterbrechung.  Jung engagierte sich in der Bewegung Freuds, für den er als Redakteur des Internationalen Jahrbuches für psychologische und psychotherapeutische Forschung tätig wurde

Von 1910 bis 1914 war Jung Präsident der Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung. 1912 publizierte er sein Buch Wandlungen und Symbole der Libido, das zum Bruch mit Freud führte, da Jung darin Freuds Libidotheorie kritisierte. Der Begriff  Libido stammt aus der Psychoanalyse und bezeichnet jene psychische Energie,  die mit den Trieben der Sexualität verknüpft ist. Im Werk Sigmund Freuds nimmt der Begriff der Libido eine zentrale Stellung ein. Carl Gustav Jung versteht in seiner Lehre der Analytischen Psychologie unter der Libido allgemein jede psychische Energie eines Menschen.

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 2013/03/04 von in Uncategorized.
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