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«Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann.» Francis Picabia

Phasen der psychosexuellen Entwicklung nach Freud

–       Orale Phase: Das Baby erkundet seine Welt mit dem Mund“
1. Lebenshalbjahr

Die Mundregion ist das primäre Bezugsorgan. Säuglinge und Kleinkinder verbringen viel Zeit damit, am Daumen oder Zehen zu lutschen. Durch den normalen Gebrauch (Essen, Trinken) oder künstliche Reizung kommt es zu einem Auftreten von Lustgefühlen. Störungen in dieser Phase führen zu Persönlichkeitsmerkmalen, aufgrund derer viel von anderen gefordert wird. Auf die orale Phase fixierte Menschen zeichnen sich durch eine niedrige Frustrationstoleranz aus und geben schnell auf.

–       Narzisstische Phase:
2. Lhj.
Das Kind entdeckt den eigenen Körper und entwickelt dabei Lustgefühle (Autoerotismus). Dieses Verhalten ist die Urform der Selbstliebe (Narzissmus). Störungen in dieser Phase können im Erwachsenenalter zu Verminderung des Selbstvertrauens und der Selbstachtung führen.

–       Anale Phase:
2.-3. Lebensjahr
In der analen Phase werden die ersten – Sauberkeit und Zurückhaltung betreffenden -Forderungen an das Kind gestellt. Es kommt zu einem spannungsvollen Zustand zwischen Hingabe und Zurückhalten. Das Kind übt in dieser Lebensphase Kontrollmechanismen ein und vollzieht die ersten Anpassungen an die Erfordernisse der Umwelt. Störungen in dieser Phase, insbesondere durch zwanghafte Sauberkeitserziehung, können zu „manischen“ oder zwanghaften Persönlichkeitstypen führen. Diese zeichnen sich durch starke Unterdrückung von Aggressionen, Überkontrolliertheit, Geiz und extreme Reinlichkeit aus. Es kommt bei manischen Persönlichkeiten zu einer starken Trennung zwischen Vorstellungen und tatsächlichen Gefühlen.

–       Phallische Phase
Die Genitalien werden in dieser Phase zu erogenen Zonen. In ihr gibt es laut Freuds (umstrittener) Annahme in der kindlichen Sexualvorstellung nur ein Geschlechtsorgan – das männliche Glied -, das entsprechend wichtig genommen wird. Kennzeichnend für eine Fixierung an die phallische Sexualität ist eine abschätzige Haltung Frauen gegenüber.

Es treten Rivalitätsgefühle mit dem gleichgeschlechtlichen Elternteil auf, der andersgeschlechtliche wird geliebt. Auf der anderen Seite fürchtet das Kind den Verlust der Liebe des gleichgeschlechtlichen Elternteils. Dieser Konflikt wird durch die Unterdrückung der sexuellen Wünsche beigelegt. In der phallischen Phase kommt es zur Übernahme geschlechtlicher Moralbegriffe und zur Entwicklung des Über-Ich (Gewissen). Störungen in der phallischen Phase können zu einer „hysterischen“ Persönlichkeitsstruktur führen. Hysteriker sind meist selbstbewusst und energisch-impulsiv.

–       Latenzphase
(6.-7. Lebensjahr)
Es tritt eine scheinbare Unterbrechung der sexuellen Entwicklung ein. Sexuelle Regungen werden abgewehrt und verdrängt. Spielkameraden werden vor allem beim gleichen Geschlecht gesucht. Während dieser Zeit kommt es zu einer Verinnerlichung der Anforderungen der Umwelt..

Zeitspanne der kindlichen Entwicklung, die der phallischen Phase und dem «Untergang des Ödipuskomplexes» folgt. Sie entspricht dem Grundschulalter und ist durch Zurücktreten der kindlichen Sexualität und den Erwerb von Kulturtechniken (Lesen, Schreiben, Rechnen, soziale Fertigkeiten) gekennzeichnet. Die Annahme einer Latenzphase beruht auf Beobachtungen an Kindern der europäischen Mittel- und Oberschicht

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Ein Kommentar zu “Phasen der psychosexuellen Entwicklung nach Freud

  1. barbrastreisaand
    2013/03/04

    kommt noch etwas nach dem 8. Lebensalter?
    Ansonsten sehr informativer Beitag 🙂

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 2013/02/25 von in Alle Artikel, Entwicklungspsychologie, Psychoanalyse und getaggt mit , .
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