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«Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann.» Francis Picabia

Ritalin, Concerta & Benzos: Machen wir unsere Kinder zu Junkies?

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Die aktuelle Titelstory des österreichischen Nachrichtenmagazin profil legt diese Frage nahe: Der Artikel weist darauf hin, dass viele Eltern, deren Kinder in der Schule Probleme haben, erst aufgrund fehlender Therapieplätze zur Chemie-Keule greifen. Die meisten Hausärzte sind überfordert und handeln nach dem Motto: Besser eine Pille als gar nichts.

Die Pillen beseitigen nicht die Wurzel des Problems. Oft sind starke Nebenwirkungen und Abhängigkeit die Folge. Bei einigen dieser Psychostimulanzien – Tranquilizer, Konzentrationsverstärker, Stimmungsaufheller, Angsthemmer, Neuroleptika etc. – sind negative Auswirkungen auf die Entwicklung kindlicher Gehirne nachgewiesen.

Außerdem beruht die Behandlung mit Psychopharmaka sehr oft auf falschen Diagnosen. So wird z. B. der Kinderpsychiater Christian Kienbacher zu den steigenden Verschreibungen aufgrund der sog. Aufmerksamkeitsstörung ADHS zitiert:

„Ich schätze, dass von zehn Kindern, die von ihren Eltern wegen angeblichem ADHS zu uns gebracht werden, nur maximal zwei diese Störung haben. Und nur eines davon braucht eine medikamentöse Therapie.“ (S. 73)

Obwohl jüngste Schätzungen davon ausgehen, dass höchstens 1,5 % aller Kinder an ADHS leiden, werden in den USA bereits rund ein Viertel der Kinder mit Ritalin behandelt. Die Tendenz in Österreich geht in die selbe Richtung. Beim Hersteller, dem Schweizer Pharmakonzern Novartis, klingeln die Kassen…

Hier geht’s zum Artikel: „Das gedopte Kind: Psychopharmaka statt Therapie“ (profil Nr. 7, 11. Februar 2013).

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 2013/02/11 von in Alle Artikel, Pädagogik, Psychische Erkrankungen, Psychotherapien und getaggt mit , , .
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