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«Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann.» Francis Picabia

Essstörungen – Wenn Essen tödlich wird

Bulimie:
Bulimie, die so genannte Ess-Brech-Sucht ist nicht nur ein Problem junger Mädchen, wie oft dargestellt wird, sondern betrifft Personen weiblichen und männlichen Geschlechts. Insbesondere unter jungen Männern soll es eine erhebliche Dunkelziffer geben.
Das typische der Bulimiker ist, dass sie Essen zu sich nehmen um es dann hinterher wieder zu erbrechen.

Symptome:Bulimie

• übersteigerte Angst dick zu werden

• Fressanfälle

• normales Gewicht

• erbrechen und/oder Abführmittelmissbrauch

• unregelmäßige Menstruation

www.bulimie-online.de

Anorexie:

Magersucht (=Anorexie) ist die panische Angst vor dem Zunehmen. Dabei werden regelrecht drastische Fastenprogramme angewendet. Die ausgeprägte Magersucht liegt mit einer Todesrate zwischen 5 und 20 % recht hoch.

Symptome:

  • Quälende Angst dick zu werden
  • •minimale Nahrungsaufnahme
  • hochgradiger Gewichtsverlust und Magerkeit
  • exzessive körperliche Betätigung und Sport
  • Verlust der Menstruation (Amenorrhö)
  • Änderung der Körperbeschaffenheit

www.magersucht-online.de und www.magersucht.de

Binge-Eating:

Binge-Eating ist ebenfalls eine Ess-Störung. Die hauptsächlich von Frauen praktizierten Fressattacken wechseln sich wieder mit Crash-Diäten ab, die sie meist sogar wieder abrechen. Durch diese ständigen Wechsel, leiden die Betroffenen in Folge des Jo-Jo-Effekts häufig an Übergewicht.
www.onmeda.de

Die häufigsten Ursachen für die Essstörungen sind:

• gesellschaftlicher Druck

• zwanghafte Selbstkontrolle

• die Pubertät

• familiäre Einflüsse

• Depressionen

• belastende Ereignisse

In unserer westlichen Gesellschaft ist man der Meinung, dass schlank schön ist. Dies wird uns jeden Tag, durch das Fernsehen, Illustrierte und Plakatwänden, mit dünnen Frauen und Männern, vor Augen geführt. Diese starke Beeinflussung führt dazu, dass jeder von uns so aussehen will, darum eine Diät hält und Gefahr läuft, an Anorexie zu erkranken. Über lange Zeit haben die Betroffenen nicht nur kein Krankheitsgefühl, sie empfinden vielmehr ihr verändertes Verhalten als Stärke, als Zuwachs an Leistung, es bringt ihnen das Gefühl, über Kräfte zu verfügen, die andere, z. B. ihre Eltern, Geschwister oder Freunde, nicht haben.
Zudem können besondere Belastungen ausschlaggebend für Essstörungen sein.
Zum Beispiel: Das Zerbrechen einer zwischenmenschlichen Beziehung, einen Umsiedlung, Berufswechsel oder Studium bzw. Schule.

Behandlung:

Es ist wichtig die Patienten und Familien über ein gesundes Gewicht zu informieren und gemeinsam zu versuchen auf dieses Gewicht zu kommen.
In der Anorexie hat die Patientin eine ganz ausgeprägte Kontrolle über das Essen und über den Körper. Die genaue Kontrolle muss abgebaut werden. Bei dieser Krankheit kommt es oft zu einem weitgehenden Rückzug aus dem Freundeskreis und aus dem Familienleben, einer Vereinsamung und Isolation. Dies versucht man natürlich auch zu unterbinden. Nur wenn diese ersten Schritte der Behandlung nicht wirklich helfen oder der Gewichtsverlust lebensbedrohlich geworden ist, ist eine Aufnahme im Krankenhaus unvermeidlich.
Bei der Bulimie versucht man durch Verhaltenstraining zum gewünschten Erfolg zu kommen. In diesem Fall wird ein gleichbleibendes Gewicht bei drei täglichen Mahlzeiten, jeweils zur selben Zeit, ohne Hungern und Erbrechen angepeilt. Auch bei Bulimie ist eine ausführliche und detaillierte Information über die Nahrung und die Zusammensetzung von Mahlzeiten wichtig, damit die Personen durch zu große Gewichtszunahmen nicht verunsichert werden bzw. enttäuscht werden. Es kann sein, dass die Bulimie einer Depression zu Grunde liegt. Falls dies der Fall ist, müssen antidepressive Medikamente eingenommen werden.
Die Psychotherapie ist ein weiterer Bestandteil der Behandlung. In einem Gespräch mit einem dafür ausgebildeten Facharzt, werden mögliche seelische und soziale Ursachen in der Lebensgeschichte erforscht, unbewusste Konflikte aufgedeckt und gemeinsam erarbeitet oder darüber nachgedacht, ob eine andere Sichtweise oder Lebensweise sinnvoller wäre. Des öfteren werden die Familie oder Partnerin die Behandlung eingebunden. Allerdings wird der Erfolg einer Psychotherapie von der Einstellung aller Betroffenen abhängen, weil die Gespräche viel Motivation, Konzentration, Ausdauer und Belastbarkeit brauchen.

Adipositas(Fettleibigkleit)

Als Fettleibigkeit (Adipositas) wird eine übermäßige Ansammlung von Fettgewebe im Körper bezeichnet. Sie entsteht, wenn die Energiezufuhr – vor allem durch fettreiche Ernährung – den Energieverbrauch übersteigt. Fettleibigkeit führt zu Folgeerkrankungen und einer kürzeren Lebenserwartung.

Adipositas ist eine chronische Krankheit, die mit eingeschränkter Lebensqualität und hohem Risiko für weitere Erkrankungen einhergeht. Die Verbreitung der Adipositas nimmt seit vielen Jahren kontinuierlich zu. Die Mehrheit der Deutschen ist übergewichtig, jeder Fünfte ist hierzulande adipös, also fettsüchtig.
Auch bei Kindern und Jugendlichen wurde in den letzten Jahren ein kontinuierlicher Anstieg der Adipositas beobachtet. Für den Europäischen Raum geht man von 25 Prozent adipöser Schulkinder aus.

Mit dem BMI (Body Mass Index) wird heute weltweit der Gewichtsstatus einer Person medizinisch beschrieben. Berechnet wird er folgend: kg/m²97888793_fat_man_iStockph_e0751bd5d4

  • Untergewicht: BMI weniger als 19
  • Normalgewicht: BMI zwischen 19      und 25
  • Übergewicht: BMI zwischen 25 und      30
  • Adipositas: BMI zwischen 30 und      40
  • Moribide (krankhafte)      Adipositas: mehr als 40

Die Adipositastherapie erfordert eine lebenslange Umstellung der Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten. Wer mit einer Diät nur bezweckt, möglichst schnell ein bestimmtes Wunschgewicht zu erreichen, wird dieses oft nicht halten können. Ziel der Adipositastherapie ist daher auch ein neues Körperbewusstsein, das durch verschiedene Bewegungsformen gefördert werden kann.

Folgeerkrankungen & Risiken

Diabetes mellitus (Typ 2)

  • Metabolisches Syndrom (Risikofaktor für koronare Herzerkrankungen)
  • Kardiovaskuläre Erkrankungen
  • Krebserkrankungen (z.B. Brust- und Darmkarzinome)
  • Orthopädische Beschwerden
  • Respiratorische Erkrankungen
  • Gynäkologische Probleme
  • Störungen im (Sexual)Hormonhaushalt
  • Depressionen, Angstzustände
  • Psychosoziale Folgeerscheinungen
  • Reduzierte / eingeschränkte Vitalität und Mobilität
  • Beeinträchtigung im sozialen und beruflichen Bereich
  • Stigmatisierung in der Gesellschaft

http://www.netdoktor.at/ratschlaege/behandlungen/adipositastherapie.shtml

http://www.frauengesundheit-wien.at/frauengesundheit/adipositas.html

FETTSUCHT:

ESSSTÖRUNGEN BEI KINDERN:

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Ein Kommentar zu “Essstörungen – Wenn Essen tödlich wird

  1. barbrastreisaand
    2013/01/12

    Schön zu wissen, dass man normal ist mit einem BMI-Wert von 19,6 🙂

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 2013/01/07 von in Alle Artikel, Psychische Erkrankungen.
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